Offenburg weiter an der Spitze
Die Zahl der Straftaten ist gesunken

Die Verteilung der Straftaten über die Deliktsfelder im vergangenen Jahr für das Polizeirevier Offenburg
  • Die Verteilung der Straftaten über die Deliktsfelder im vergangenen Jahr für das Polizeirevier Offenburg
  • Foto: Grafik: Polizeipräsidium Offenburg
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Offenburg (gro). Die gute Nachricht ist: Die Zahl der registrierten Straftaten ist in Offenburg im vergangenen Jahr zurückgegangen. Waren es 2017 noch 7.201 Fälle, waren es 2018 noch 6.759 – ein Minus von 6,1 Prozent. Gleichzeitig konnte die Polizei Offenburg ihre Aufklärungsquote erhöhen: 65,9 Prozent der angezeigten Straftaten wurden im vergangenen Jahr aufgeklärt. Allerdings ist diese in den unterschiedlichen Deliktsfeldern nicht gleich: Während die Aufklärungsquote bei den Tötungsdelikten mit 100 Prozent und den Rauschgiftdelikten mit 92,2 Prozent sehr hoch liegt, ist sie mit lediglich 19,3 Prozent im Fall von Wohnungseinbruch oder Fahrraddiebstahl besonders niedrig.

Landesweit an der Spitze

Doch trotz der verbesserten Zahlen liegt Offenburg im Vergleich mit anderen Städten über 50.000 Einwohner immer noch an der Spitze im Land: In der Häufigkeitszahl werden die absoluten Zahlen in Relation je 100.000 Einwohner gesetzt und dabei liegt Offenburg noch vor Freiburg. In der Ortenau hat nur Kehl eine höhere Häufigkeitszahl.

Die Zahl der Diebstähle aus Fahrzeugen ist gegenüber 2017 ebenso gesunken wie die der ausländerrechtlichen Verstöße. Auch die Farradddiebstähle sanken deutlich. Dafür stiegen – bedingt durch die Schwerpunktkontrollen – die Rauschgiftdelikte um 84,2 Prozent. "Das liegt auch am Schwerpunkt Pfählerpark", stellt Revierleiter Peter Dieterle fest. Einen Anstieg verzeichnete die Polizei sowohl bei den Körperverletzungen mit einem Plus von 8,3 Prozent auf 641 Fälle als auch im Bereich Gewalt gegen Polizeibeamte. 133 Mal und damit 44,6 Prozent öfter als im Vorjahr gingen Tatverdächtige die Ordnungshüter massiv an. "Da wir einen neuen Straftatbestand im Bereich der Sexualdelikte haben, sind auch diese Zahlen nach oben gegangen", so Dieterle.

Starkes Sicherheitsbedürfnis 

Er ist sich – ebenso wie die Stadtverwaltung Offenburg – bewusst, dass das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Offenburger Bürger diese Abnahme der Straftaten nicht widerspiegelt. Deshalb stellt die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei die kommunale Kriminalprävention auf neue Beine. "Wir wollen das Thema Sicherheit intensiver angehen", so Katharina Heitz, Leiterin Recht, bei der Stadt Offenburg. Es wurden eine neue Lenkungsgruppe, der sowohl der Oberbürgermeister als auch der Revierleiter, die Dezernatsleiter sowie verschiedene Fachbereiche der Stadt angehören, und eine Geschäftsstelle gegründet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der einzelnen Akteure im Bereich der öffentlichen Ordnung zu koordinieren und zu verbessern. Im Augenblick wird an einer Homepage gearbeitet, auf der die Bürger neben den Ansprechpartnern auch Tipps für richtiges Verhalten erhalten.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2018 um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2.177 gestiegen. Nur einer von ihnen war tödlich, es handelte sich um den tragischen Fahrradunfall in der Otto-Hahn-Straße Ende 2018. Auch die Zahl der Schwerletzten ist gegenüber dem Vorjahr auf 52 – 2017 waren es noch 65 – gesunken. 294 Personen wurden bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt, unwesentlich weniger als 2017. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern stieg um 11,1 Prozent auf 160 im Stadtgebiet Offenburg.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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