Städtebauförderung in Offenburg
Filmische Zeitreise durch 40 Jahre

Zum Abschluss gab es ein großes Fest: Beim Sanierungsgebiet Nordwest war die Meinung der Bürger gefragt.
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  • Zum Abschluss gab es ein großes Fest: Beim Sanierungsgebiet Nordwest war die Meinung der Bürger gefragt.
  • Foto: Michael Bode/Stadt Offenburg
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Offenburg (st). Die Städtebauförderung in Baden-Württemberg feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag. Seit 1981 profitiert die Stadt Offenburg von diesem Programm. 62 Millionen Euro flossen bislang in die Stadt an der Kinzig. Allemal Grund zu feiern, teilt die Stadt Offenburg mit.

Da ein ordentliches Fest mit allen Beteiligten derzeit nicht möglich ist, ist auf der städtischen Homepage ein 20-minütiger Film zu sehen, in dem gezeigt wird, was die Städtebauförderung in Offenburg alles bewirkt hat. Alle Bürger sind eingeladen, sich auf eine Zeitreise zu begeben – von den Anfängen unter dem damaligen Oberbürgermeister Martin Grüber und dem „Wohnumfeldprogramm“ in der Oststadt über die Konversion der Ihlenfeldkaserne zum Kulturforum unter OB Wolfgang Bruder, den Sanierungsgebieten „Soziale Stadt“ und „Mühlbach“ unter OB Edith Schreiner und aktuell dem Sanierungsgebiet Bahnhof-Schlachthof unter OB Marco Steffens.

Besonders hervorzuheben ist der „Salmen“ als „Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung“. Nach Abschluss des ersten Förderprogramms 2002 wurde er erneut für das Förderprogramm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus 2018/19 angemeldet. Der historische Ort soll fit für die digitale Zukunft gemacht werden und damit allen Interessenten einen barrierefreien, persönlichen Zugang zu den positiven und negativen Momenten unserer Demokratiegeschichte ermöglichen. Insgesamt erhält die Stadt einen Zuschuss vom Bund in Höhe von 1,9 Millionen Euro.

Was wird unter Städtebauförderung eigentlich verstanden? Im offiziellen Schreiben des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ist die Rede von einem „wichtigen und flexiblen Instrument, um die Städte und Gemeinden im Land – in Ballungsräumen ebenso wie im Ländlichen Raum – zukunftsfähig zu erhalten.“ Gesprochen wird von einem „lernenden Programm“, weil die Struktur den gesellschaftlichen, ökologischen, demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Stadtentwicklung immer wieder angepasst wird.

Mit Hilfe der Städtebauförderung können aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen angegangen werden. Dazu gehört beispielsweise, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und Bewohner  ein attraktives Lebens- und Wohnumfeld zu erhalten oder neu zu gestalten. Dabei ist die Bürgerbeteiligung eine wichtige Voraussetzung für die Förderung. Die Menschen im Quartier sind von Anfang an in die Gestaltung ihres Umfelds einbezogen. Sie werden befragt und können mitwirken. Städtebauförderung geht also Hand in Hand mit bürgerschaftlichem Engagement. Erst die Menschen machen aus einem Gebäude einen lebendigen Treffpunkt und aus einem Quartier einen Lebensmittelpunkt. Die Städtebauförderung will dazu beitragen, dass sich die Menschen dort, wo sie zu Hause sind, wohl und geborgen fühlen. Daher kann durchaus behauptet werden: Städtebauförderung schafft Heimat.

Die Stadt Offenburg will sich mit dem Film bei ihren Bürgern, den Fördergebern, dem Gemeinderat sowie den früheren Oberbürgermeistern und der Oberbürgermeisterin für ihr Engagement und ihre Unterstützung bedanken. Wie OB Steffens versichert: „Alle haben an einem Strang gezogen und sich für Offenburg stark gemacht“. Der Rathauschef unterstreicht: „Ohne Städtebauförderung wäre heute Offenburg nicht das, was es ist.“ Das betont auch Martin Grüber: Offenburg hätte alle die Vorhaben nicht ausschließlich mit eigenen finanziellen Mitteln stemmen können – „nur mit der Unterstützung von Bund und Land konnten die Maßnahmen umgesetzt werden.“

Zum Abschluss gab es ein großes Fest: Beim Sanierungsgebiet Nordwest war die Meinung der Bürger gefragt.
Aus der einstigen Ihlenfeldkaserne in Offenburg wurde das Kulturforum mit Stadtbibliothek, Volkshochschule, Kunst- und Musikschule, der städtischen Galerie und weiteren kulturellen Einrichtungen. Dem Militär trauter keiner hinterher.
Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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