Bilanz der WG Rammersweier
Trotz Umsatzeinbußen ein ordentliches Jahr

Die Generalversammlung der Winzergenossenschaft Rammersweier konnte endlich wieder in Präsenz stattfinden. Unser Foto zeigt das Verwaltungsgremium und die geehrten Mitglieder.
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  • Foto: Winzergenossenschaft Rammersweier
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Offenburg (gl/st). Trotz Umsatzeinbußen durch die Corona-Pandemie verlief das Geschäftsjahr 2020/2021 für die Winzergenossenschaft Rammersweier ordentlich. Der Flaschenweinabsatz konnte fast konstant gehalten werden. Verkauft wurden rund 475.000 Liter Wein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Generalversammlung fand nach einem schriftlichen Umlaufverfahren im vergangenen Jahr nun wieder in Präsenz in der Kelterhalle statt. Nach wie vor stellen die Endabnehmer mit rund 40 Prozent die größte Gruppe im Verkaufsgeschäft. Die Umsätze im Fach- und Lebensmittelhandel konnten gesteigert werden, während in der Gastronomie und im Vereinsleben coronabedingt nun im zweiten Jahr rückläufige Umsätze zu verzeichnen waren. „Weinmessen und größere Veranstaltungen mussten wiederum leider ausfallen“, bedauerte Geschäftsführer Georg Lehmann.

Auszahlungspreise

Die Auszahlungspreise an die Winzer mussten im Vergleich zum Vorjahr im Anbetracht der kleinen Weinernte 2021 leicht reduziert werden. Gut gelaufen ist das Weihnachtsgeschäft 2021, und auch die Umsatzzahlen im laufenden Jahr geben Anlass zu berechtigten Hoffnungen auf eine positive Entwicklung des Gesamtergebnisses, ließ Lehmann wissen. Stolz ist man in Rammersweier auf die neue Flaschen-Etikettiermaschine, die Anfang des Jahres in Betrieb genommen wurde. Anfang des Jahres musste aufgrund steigender Kosten für Energie und Warenumschließung eine Preiserhöhung durchgeführt werden.

„Der Jahrgang 2021 lag leider aufgrund der Spätfröste im Bereich einer unterdurchschnittlichen Ernte“, blickte Vorstandsvorsitzender Meinrad Hurst auf das vergangene Weinjahr zurück. Starker Mehltaudruck durch viel Regen und feucht-warmes Wetter im Juni und Juli setzten den Winzern zu. Ab dem 8. September begann mit der Sorte Müller-Thurgau die Hauptlese und wurde am 11. Oktober abgeschlossen. Edelsüße Spezialitäten wie Auslese und Beerenauslese konnten leider keine eingelagert werden.

Einlagerungsmenge

„Die Einlagerungsmenge betrug rund 320.000 Liter, dies sind rund 30 Prozent weniger als im Vorjahr“, ergänzte Kellermeister Siegfried Kiefer. Das Durchschnittsmostgewicht lag bei 79 Grad Oechsle. Mit rund 50 Prozent ist der Hauptanteil davon Müller-Thurgau. Ein Großteil des aktuellen Jahrgangs ist bereits auf Flasche gefüllt. Derzeit bewirtschaften 84 Mitgliedswinzer eine Ertragsfläche von 56 Hektar.

Bei der Winzergenossenschaft freut man sich über zahlreiche Auszeichnungen im vergangenen Jahr. So gab es bei der Gebietsweinprämierung des Badischen Weinbauverbandes insgesamt 21 Goldmedaillen. Beim wichtigsten Leistungstest, der DLG-Bundesweinprämierung, wurden fünf Goldmedaillen errungen. In der DLG-Rangliste „TOP 100 – die besten Weinerzeuger Deutschlands" belegt die kleine Erzeugergemeinschaft aktuell Platz 40. Außerdem wird die WG Rammersweier im „Eichelmann-Weinführer“ erneut als überdurchschnittliches Weingut geführt. Laut dem Magazin „Der Feinschmecker“ gehört sie „zu den Besten in Deutschland“.

Auszeichnungen

„Wir freuen uns über diese Auszeichnungen, die in erster Linie Kellermeister Siegfried Kiefer und seinem Team, aber auch den Winzerinnen und Winzern zu verdanken sind. Die qualitätsorientierte Arbeit wurde reich belohnt“, betonte Geschäftsführer Georg Lehmann. In seinem Ausblick auf das laufende Jahr äußerte er die Hoffnung, dass Weinmessen und andere Veranstaltungen wieder wie gewohnt stattfinden können.

Bei der diesjährigen Generalversammlung standen Neuwahlen im Aufsichtsrat an. Patrick Falk, seit 18 Jahren im Amt, und Andreas Kimmig, Amtsdauer 13 Jahre, stellten sich nicht wieder zur Wahl. Als Nachfolger wurden Thomas Wenkert und Andreas Falk einstimmig von der Versammlung gewählt.

Mitglieder-Ehrungen, die in den vergangenen beiden Jahren leider pandemiebedingt verschoben wurden, konnten in diesem Jahr gebührend nachgeholt werden. Vorstandsvorsitzender Meinrad Hurst äußerte zum Ende der Versammlung seinen Wunsch, dass die Entwicklung der Reben nun ohne negative witterungsbedingte Einflüsse fortschreitet.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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