Die Liberalen dürfen sich nicht einschüchtern lassen

Die frühere Offenburger FDP-Bundestagsabgeordnete Sibylle Laurischk.
  • Die frühere Offenburger FDP-Bundestagsabgeordnete Sibylle Laurischk.
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Erleichterung bei der FDP: Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg am Sonntag konnten die Liberalen den
bisherigen Abwärtstrend stoppen und schafften mit der Spitzenkandidatin
Katja Suding über sieben Prozent. Anne-Marie Glaser sprach mit der
früheren Offenburger FDP-Bundestagsabgeordneten Sibylle Laurischk über
die Auswirkungen des Wahlergebnisses.

Jubel bei den Liberalen am Sonntag über das Wahlergebnis in Hamburg: Ist das die Trendwende auch bundesweit für die FDP?
Es ist der Beginn einer Trendwende. In Hamburg hat es die FDP nie leicht,
Glückwunsch an Katja Suding, dass es ihr dort gelang, die FDP als Kraft
freiheitlich denkender Menschen im Parlament zu verankern.

Was hat Katja Suding in ihrem Wahlkampf besser gemacht als ihre
Parteikollegen, die bei den Wahlen zu anderen Parlamenten scheiterten?

Sie war nicht verkrampft, aber sie hat auch nicht locker gelassen. Sie
machte klare Aussagen für eine vernünftige, ideologiefreie
Bildungspolitik, für eine leistungsfähige Infrastruktur, für den Sport –
Olympiade – in einer modernen Gesellschaft.

Was können die Liberalen in Baden-Württemberg und in der Ortenau aus dem Wahlkampf in Hamburg lernen?
Die Landtagsfraktion arbeitet engagiert und ist eine kritische Opposition
zur bürokratiegläubigen grün-roten Landesregierung. Gerade die
Bildungspolitik aus Stuttgart ist ein Schaden für das Land. Die FDP im
Ortenaukreis muss ihr Profil noch schärfen, Themen gibt es genug,
aktuell: der Ausbau der B 33.

Sehen Sie der Landtagswahl kommendes Jahr in Baden-Württemberg nun gelassener entgegen?
Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen, die Kreisverbände müssen in Schwung
kommen. Sie müssen die Themen, die für die Bürger vor Ort wichtig sind,
präsentieren, verbunden mit Kandidaten, die überzeugen können.

Welchen Fehler sollten die Liberalen Ihrer Meinung nach auf keinen Fall beim Wahlkampf machen?
Sie dürfen sich nicht einschüchtern lassen.

Warum hat es die FDP auch hier bei uns im Ortenaukreis so schwer?
Sie muss wieder mehr auf die Kompetenz der kommunalen Mandatsträger setzen. Die haben Kompetenz vor Ort.

Autor: Anne-Marie Glaser

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