Situation in Kreisimpfzentren
Lange Warteschlangen gibt es kaum noch

Das Kreisimpfzentrum in Lahr

Ortenau (ds). Am 17. Dezember haben die vier Kreisimpfzentren in Offenburg, Lahr, Oberkirch und Haslach ihren Dienst aufgenommen, rund 4.000 Impfungen pro Tag können dort verabreicht werden. Mittlerweile gehören die teils stundenlangen Wartezeiten (fast) der Vergangenheit an.

Booster-, Erst- und Zweitimpfung

"Die Auslastung ist unterschiedlich. Teilweise, etwa am zweiten Weihnachtsfeiertag, waren die Kreisimpfzentren nahezu an ihren Kapazitätsgrenzen, über den Jahreswechsel aber nur bei rund 25 Prozent", erklärt Diana Kohlmann, Projektleiterin Impfen im Ortenaukreis, auf Anfrage. Warteschlangen gebe es in der Regel nur noch vor Öffnung der Kreisimpfzentren. "Am besten ist es, wenn die Impfwilligen zwei bis drei Stunden nach der Öffnung vorbeikommen", rät Diana Kohlmann. Verabreicht würden rund 85 Prozent Boosterimpfungen, vier Prozent Erst-impfungen, und sechs Prozent Zweitimpfungen. Die Quote bei Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 16 Jahren liege bei rund fünf Prozent. Sehr gute Erfahrungen habe man mit den Schnellstraßen gemacht, die speziell für Boosterimpfungen eingerichtet wurden: "Dort kann die ärztliche Aufklärung sehr viel schneller durchgeführt werden und die Wartezeiten sind geringer", so Kohlmann.

"Keinen Impfwilligen nach Hause geschickt"

Auch wenn es derzeit vor allem durch die Rationierung des Biontech-Impfstoffes durch den Bund Probleme bei dessen Beschaffung gebe, habe man bisher noch keinen Impfwilligen in den Impfzentren abweisen müssen. "Es kann derzeit nicht beurteilt werden, wieviel Impfstoff von Biontech künftig in die Ortenau kommt", erklärt Diana Kohlmann. Aktuell, das meldete das Landratsamt am Freitag, steht in allen vier Kreisimpfzentren ausreichend Biontech-Impfstoff für Personen unter 30 Jahren zur Verfügung. „Gerade auch im Hinblick auf den Schulstart am Montag und die zunehmende Verbreitung der Omikron-Variante appelliere ich an Impfwilligen unter 30 Jahre, das Wochenende und die derzeit geringen Wartezeiten an allen Kreisimpfzentren zu nutzen“, so Diana Kohlmann. Übrigens nicht von der Rationierung betroffen ist der Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren. Dieser sei zum einen geringer dosiert, zum anderen werde er separat bestellt und geliefert.

Kinderimpfungen gefragt

Seit dem 20. Dezember werden Kinder ab fünf Jahren im Offenburger KIZ gegen das Coronavirus geimpft, seit Silvester auch in Lahr und Haslach. Im Offenburger Kreisimpfzentrum ist jeden Tag ein Kinderarzt zur Beratung vor Ort. In Lahr und Haslach beraten die anwesenden Ärzte, die hierfür geschult wurden. "Kinder mit Vorerkrankungen werden sicher im Wesentlichen in den Praxen geimpft. In die Impfzentren kommen die gesunden Kinder", berichtet Doris Reinhardt, Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung für den Ortenaukreis, auf Anfrage. "Erst vor wenigen Tagen kam wieder ein zwölfjähriges Kind, das seinen Geburtstag nutzen wollte, um die erste Impfung zu holen", erzählt sie. Die Omikron-Variante sorge auch bei den Kindern für eine verstärkte Nachfrage. Prinzipiell sei zu beobachten, dass die Impfungen auch von Kindern sehr gut vertragen werde, medizinische Zwischenfälle seien nicht bekannt.Die vier Kreisimpfzentren haben von Montag bis Freitag von 12 bis 20 Uhr und an den Wochenenden von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Auch die mobilen Impfteams sind sind weiter im Einsatz. Die aktuellen Termine werden laufend auf der Homepage des Ortenaukreises unter www.ortenaukreis.de, Rubrik „Hinweise zum Impfen im Ortenaukreis“, aktualisiert.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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