Im Gespräch mit Michael Mathuni
Elektroautos auch im ländlichen Raum laden

Michael Mathuni, verantwortlich für Energiedienstleistungen im E-Werk Mittelbaden
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Das E-Werk Mittelbaden hat jetzt in Oberwolfach eine E-Tankstelle für Elektroautos in Betrieb genommen. Es
ist nicht die erste Inbetriebnahme des Energieversorgers in diesem Jahr
im Ortenaukreis. Michael Mathuni, verantwortlich für
Energiedienstleistungen im E-Werk Mittelbaden, sprach im Interview mit
Daniel Hengst über das Thema E-Tankstellen.

Seit wann betreibt das E-Werk Mittelbaden E-Tankstellen und wieviele Säulen sind es bis jetzt?
Die ersten zehn Ladesäulen hat das E-Werk Mittelbaden bereits 2012
errichtet. Je drei davon stehen in Kehl, Lahr und Offenburg und eine
Ladesäule ist bei den Vogtsbauernhöfen zu finden. In diesem Jahr hat das
E-Werk Mittelbaden begonnen, das Infrastrukturnetz für Ladesäulen in
der Ortenau auszubauen. Seit Jahresbeginn haben wir bis heute in
Friesenheim, in Lahr, in Zell am Harmersbach, in Seelbach und in
Oberwolfach insgesamt sieben weitere Ladestationen aufgebaut und in
Betrieb genommen.

Wieviele E-Tankstellen will das E-Werk Mittelbaden dieses Jahr noch eröffnen?
Bis zum Jahresende werden insgesamt 20 Ladesäulen in der Region zur
Verfügung stehen. Die nächsten Inbetriebnahmen werden im September in
Neuried und danach in Kehl stattfinden.

Wie findet ein Fahrer zu diesen E-Zapfsäulen?
Auf unserer Internetseite sind die Standorte der Ladesäulen mit der jeweiligen Adresse
hinterlegt. Außerdem können E-Mobilisten auf überregionale
Online-Verzeichnisse zurückgreifen, zum Beispiel Plugfinder oder Chargemap.

Wieviele E-Tankstellen gibt es insgesamt in der Ortenau?
Laut überregionalen Verzeichnissen wie Plugfinder existieren in der Ortenau
zirka 40 öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Das Thema
Elektromobilität gewinnt an Präsenz. Selbst wenn auf den Straßen in der
Ortenau noch nicht so viele Elektrofahrzeuge zu sehen sind, sind wir
überzeugt, dass sich dieses Bild in wenigen Jahren ändern wird.

Ab wann kann man das Netz flächendeckend nennen?
Flächendeckend heißt für uns, dass nicht nur an den Verkehrsadern – wie Autobahnen
oder Bundesstraßen – oder Ballungszentren, sondern auch im ländlichen
Raum ausreichend Ladeinfrastruktur zur Verfügung steht. Zunächst einmal
in der Form, dass die Distanzen zwischen den einzelnen Ladestationen
maximal zirka 30 Kilometer entsprechen, was in etwa einem Drittel der
durchschnittlichen Reichweite eines heutigen Elektroautos entspricht.
Dadurch möchten wir gewährleisten, dass sich die Nutzer von Elektroautos
auch im ländlichen Raum ungezwungen fortbewegen können, ohne Angst
haben zu müssen, liegen zu bleiben.

Autor: Daniel Hengst

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