Gedenken an 9. November
Erinnerung an Opfer virtuell wachhalten

Bürgermeister Hans-Peter Kopp (l.) und Kulturchefin Carmen Lötsch haben gemeinsam mit der Arbeitskreis 9. November eine virtuelle Form des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938 gefunden.
  • Bürgermeister Hans-Peter Kopp (l.) und Kulturchefin Carmen Lötsch haben gemeinsam mit der Arbeitskreis 9. November eine virtuelle Form des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938 gefunden.
  • Foto: Kessler/Stadt Offenburg
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland die Synagogen in Brand gesetzt. Tausende jüdische Wohnungen und Geschäfte wurden verwüstet. Juden wurden verhaftet, misshandelt und getötet. In Offenburg zerstörten die Nationalsozialisten die damalige Synagoge im Salmen, zerschlugen die Einrichtung jüdischer Wohnungen und Läden und verschleppten zahlreiche jüdische Männer. Jährlich gedenkt die Stadt Offenburg am 9. November dieser schrecklichen Ereignisse.

Die Offenburger Arbeitsgruppe „9. November“ will trotz der Coronakrise und den damit verbundenen Einschränkungen auch in diesem Jahr möglichst viele Menschen erreichen. Daher wird es erstmals ein virtuelles Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht geben. Im Mittelpunkt stehen Stellungnahmen von Eva Mendelsson, eine der letzten Überlebenden der damaligen jüdischen Gemeinde Offenburgs, Oberbürgermeister Marco Steffens, Bürgermeister Hans-Peter Kopp, Kulturchefin Carmen Lötsch, Frank Wellhöner vom evangelischen Dekanat Ortenau und von Liliane Leible vom VVN-BDA Ortenau, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Auch die jüdische Gemeinde Emmendingen/Ortenau sowie das Museum im Ritterhaus und das Kulturbüro melden sich zu Wort.

Veröffentlicht werden die Beiträge am 9. November auf den Social Media-Kanälen der Stadt Offenburg wie https://www.facebook.com/stadtoffenburg oder https://www.instagram.com/stadtoffenburg. Die Beiträge können geliked oder kommentiert werden. Gewünscht ist eine offene und faire Diskussion zu einem auch heute immer noch hoch aktuellen Thema. Der Fachbereich Kultur wird die Diskussion redaktionell betreuen.

Ursprünglich war für das Gedenken zum 9. November vorgesehen, den bewegenden Film „Wohin“ der Erich-Kästner-Realschule im Offenburger Salmen zu zeigen. Das ist aktuell nicht möglich. Ein Nachholtermin wird geplant. Die Ausstellung im Glashaus des Salmens „Ausgegrenzt, Geflohen, Vernichtet“ zum Schicksal der jüdischen Gemeinde Offenburgs kann im November ebenfalls nicht geöffnet werden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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