Schulen im Umbau
Offenburg investiert in die Bildung

Clemens Schönle (v. l.), Katrin Helmchen, Olga Kaschnikow, Andreas Kollefrath, die Bürgermeister Hans-Peter Kopp und Oliver Martini sowie Philip Denkinger vor der nach energetischen Gesichtspunkten sanierten Fassade der Georg-Monsch-Schule an der Wilhelmstraße.
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  • Clemens Schönle (v. l.), Katrin Helmchen, Olga Kaschnikow, Andreas Kollefrath, die Bürgermeister Hans-Peter Kopp und Oliver Martini sowie Philip Denkinger vor der nach energetischen Gesichtspunkten sanierten Fassade der Georg-Monsch-Schule an der Wilhelmstraße.
  • Foto: Stadt Offenburg/Siefke
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). Drei Großbaustellen im Bildungsbereich in Offenburg machen Fortschritte: Anfang dieser Woche haben sich Baubürgermeister Oliver Martini, Hochbauchef Andreas Kollefrath und Abteilungsleiter Planung, Clemens Schönle, vor Ort von den weitreichenden Entwicklungen an der Georg-Monsch-Schule, an der Eichendorffschule und am Schillergymnasium überzeugen können.

Die Eichendorffschule wird zur zweizügigen Gemeinschaftsschule umgebaut und erweitert. Dieser erste Bauabschnitt am Standort Drosselweg wird wohl im Frühjahr dieses Jahres fertig und steht ab dem Schuljahr 2020/21 zur Verfügung. Rund 14  Millionen Euro werden alle drei Bauabschnitte voraussichtlich kosten – einschließlich energetischer Sanierung und Modernisierung der Gebäudetechnik. Es werden weitere Fachräume und Platz für die Außenstelle des Stadtteil- und Familienzentrums Albersbösch geschaffen. Die Substanz des alten Rohbaus wird genutzt: „Damit tragen wir dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung“, unterstreicht Martini.

Umbau und Erweiterung

Am Schillergymnasium wird der Neubau von 1974 umgebaut und erweitert. Der Lehrer- und Verwaltungsbereich wird um eine Etage aufgestockt. Über alle Stockwerke muss das statische Tragwerk ertüchtigt werden. Im Dachgeschoss des Altbaus wird die ehemalige Hausmeisterwohnung mit der Loggia umgebaut und mit zwei Klassenräumen ausgestattet. Die Gesamtkosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf 9,5 Millionen Euro. Der Umbau im laufenden Betrieb bedeute einen Härtetest für die Schule, so Projektleiterin Ellen Pries und lobt das kooperative Verhalten des Kollegiums. Die frohe Botschaft: „Das Schlimmste haben wir hinter uns.“

Auch der Ausbau der Georg-Monsch-Schule zur Ganztags-Grundschule geht voran: Für insgesamt rund 10 Millionen Euro wird eine Mensa für rund 400 Essen pro Tag eingerichtet, das Gebäude energetisch saniert und das Dach mit einer Fotovoltaik-Anlage ausgestattet, die Gebäudetechnik (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und EDV) modernisiert. Vorgesehen ist zudem, die Außenanlage neu zu gestalten. Der Schulhof soll gepflastert und um einen Spiel- und Sportbereich mit Bolzplatz und Kletterparcours ergänzt werden.

Erste Gerüste werden abgebaut

An der Eichendorffschule werden einige Gerüste bereits abgebaut: Der erste Bauabschnitt neigt sich seinem Ende zu, die Außenfassade ist hell gestrichen, derzeit wird überlegt, ob die anderen Gebäudeteile Farbakzente erhalten sollen. Wichtig sei, so Hochbauchef Andreas Kollefrath, das ganze Ensemble als einen Campus zusammenzuführen und die Einheit auch optisch zu versinnbildlichen. Die Gemeinschaftschule wird zum nächsten Schuljahr starten, wagt Projektleiter Ulrich Wiegel eine Prognose. Während in dem Trakt aus den 1950er-Jahren früher zwölf Klassenzimmer untergebracht waren, werden es künftig lediglich sechs Klassenräume sowie ein großer Lernbereich mit flexibler Gestaltung sein. Für die Lehrkräfte ist eine Teamstation vorgesehen, es geht um Offenheit und Transparenz. „Um eine qualitative Verbesserung zu erreichen, wird mehr Fläche benötigt“, unterstreicht Baubürgermeister Oliver Martini. Als Boden wird rötlich marmoriertes Linoleum verlegt, helles Holz rahmt die Türen ein.

Alle zwei Wochen einen Jour fixe mit Bauleitung und Schulvertretung gibt es am Schiller-Gymnasium. Der Umbau bei laufendem Schulbetrieb trifft das Gymnasium an der Zeller Straße besonders hart. Schulleiter Manfred Keller zeigt sich aber „positiv überrascht“, wie sich alle Beteiligten arrangierten. An bestimmten Tagen dürfe kein Lärm herrschen, diese Termine werden eingehalten. Es gebe gewisse zeitliche Verzögerungen, berichtet die städtische Projektleiterin Ellen Pries. Aber alles in allem komme man gut voran. Hohe Erwartungen werden an die Zimmer der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss geknüpft, die als Klassenräume mit schmucken Holzbalken fungieren: „Die Schüler freuen sich schon“, weiß Keller. Neu ausgestattet werden die naturwissenschaftlichen Fachräume, der Lehrer- und Verwaltungsbereich wird erweitert und umgestaltet. Das Gesamtgebäude wird energetisch saniert und mit neuen Fenstern, Glasfassadenelementen sowie zusätzlicher Dämmung versehen.

Dämmung für bessere Energeeffizienz

Dämmung spielt auch bei der Georg-Monsch-Schule eine große Rolle. Aufgrund großflächigerer Fenster kommt sehr viel mehr Licht in die Klassenräume. Von den beiden Esssälen im Erdgeschoss wird es einen Zugang zur neuen Terrasse im Innenhof geben, von der wiederum eine Rampe auf den eigentlichen Schulhof führen wird. In einem zweiten Bauabschnitt werden Aula und Mitteltrakt auf Vordermann gebracht – auch die Gestaltung der Außenanlage steht ab Frühjahr 2020 auf dem Programm. Bis September sollen die 2.900 Quadratmeter neu gestaltet sein, stellt Projektleiterin Freiraumplanung, Katrin Helmchen, in Aussicht.

Clemens Schönle (v. l.), Katrin Helmchen, Olga Kaschnikow, Andreas Kollefrath, die Bürgermeister Hans-Peter Kopp und Oliver Martini sowie Philip Denkinger vor der nach energetischen Gesichtspunkten sanierten Fassade der Georg-Monsch-Schule an der Wilhelmstraße.
Das Schiller wird um ein Geschoss aufgestockt.
Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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