Ingrid Fuchs im Porträt
"Mein Beruf war immer Berufung für mich"

Seit 60 Jahren ist Ingrid Fuchs im Dienst des St. Josefskrankenhauses und nach der Fusion auch des Ortenau Klinikums – zunächst als Pflegedienstleiterin und seit 2013 als Patientenfürsprecherin. Eine Kraftquelle der 82-Jährigen ist ihr tiefer Glaube. | Foto: Michael Bode
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  • Seit 60 Jahren ist Ingrid Fuchs im Dienst des St. Josefskrankenhauses und nach der Fusion auch des Ortenau Klinikums – zunächst als Pflegedienstleiterin und seit 2013 als Patientenfürsprecherin. Eine Kraftquelle der 82-Jährigen ist ihr tiefer Glaube.
  • Foto: Michael Bode
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Offenburg Heute vor einer Woche feierte Ingrid Fuchs Geburtstag. Mit mittlerweile 82 Jahren denkt die Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum aber noch lange nicht ans Aufhören. "Mein Beruf war immer Berufung für mich. Ich bin zufrieden mit dem Leben und dankbar, dass ich die Arbeit noch machen kann und darf", sagt Fuchs. Denn bevor sie 2013 Patientenfürsprecherin wird, war die gelernte Krankenschwester Pflegedienstleiterin am St. Josefskrankenhaus und nach der Fusion im gesamten Ortenau Klinikum.

Beziehung zu den Menschen steht im Fokus

Engagement und die Zugewandtheit zu den Menschen prägen ihr ganzes Leben. "Ich habe mich schon im Kindergarten für Andere und Schwächere eingesetzt", sagt Fuchs über sich selbst. Ein Praktikum im Krankenhaus in Eppingen, in der Nähe von Heilbronn, der Heimat von Ingrid Fuchs, beeinflusst ihre Berufswahl. "Die Beziehung zwischen Krankenschwester und Patient hat mich fasziniert", erzählt sie. 1966 beginnt sie schließlich ihre Ausbildung zur Krankenschwester am damals noch von Ordensschwestern geführten St. Josefskrankenhaus in Offenburg. Dass sie ihre gesamtes Berufsleben dort und nach der Fusion am Ortenau Klinikum verbringen wird, war zu Beginn ihrer Laufbahn gar nicht so klar. "Von 17 Krankenschwestern wurden nur fünf übernommen", erzählt sie. Ingrid Fuchs ist eine davon. Eigentlich soll sie als OP-Schwester eingesetzt werden, entscheidet sich aber für die Innere Abteilung. "Ich wollte mit den Patienten und Mitarbeitern sprechen, kommunizieren", sagt sie über ihre Entscheidung. Ihre Fähigkeit zur Kommunikation und ihre fachlichen Kompetenz zeichnen sie bis heute aus. Sie bildet sich in unterschiedlichen Feldern kontinuierlich weiter. Sie wird schließlich die erste "weltliche" Pflegedienstleiterin am St. Josefskrankenhaus, gründet die Mitarbeitervertretung und setzt sich für die betriebliche Gesundheitsförderung ein. "Am Anfang war das gar nicht so einfach", gesteht sie. Fuchs legt viel Wert auf das Miteinander, ihre positive, kommunikative, selbstbewusste und emphatische Art kommen an, sie schafft es, Vertrauen aufzubauen.

Über das Schöne an ihrem Beruf sagt sie: "Ich war glücklich, wenn ich morgens um 5 Uhr auf die Station gekommen bin und gesehen habe, dass es den Schwestern gut geht. Wenn es den Mitarbeitern gut geht, geht es auch den Patienten gut", ist sie überzeugt.

Tiefer Glaube als Kraftquelle

Die Kraft für ihre anspruchsvolle Tätigkeit im Klinikum schöpft die sympathische 82-Jährige aus einem tiefen Glauben. Ein kurzer Besuch in der Krankenhauskapelle gehört zu ihrem täglichen Ritual.

Aber auch anderweitig ist sie leidenschaftlich engagiert. Von 1991 bis 2024 ist sie Gemeinderätin in Offenburg, seit 2014 zudem zehn Jahre als Kreisrätin aktiv. In zwei Pflegeheimen ist sie Heimfürsprecherin. Ihr Engagement bleibt nicht unentdeckt. 2005 erhält sie das Bundesverdienstkreuz, das Silberne Stadtsiegel folgt 2016 und die Ehrenmedaille des Ortenaukreises 2024.

Mit der Fusion des St. Josefskrankenhaus mit dem Ortenau Klinikum übernimmt Ingrid Fuchs, obwohl mit 65 Jahren bereits im Rentenalter, erneut Verantwortung und führt die Pflegeteams der beiden Häuser in den nächsten drei Jahren zusammen.
Seit 2013 ist sie Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum und betreute im vergangenen Jahr rund 800 Patienten. Wenn Ingrid Fuchs über ihr Berufsleben spricht, merkt man, dass sie immer noch mit Leidenschaft für ihre Tätigkeit brennt. "Ich würde rückblickend immer alles genauso machen. Wichtig war mir immer, einer sinnstiftenden Beschäftigung nachzugehen", sagt sie abschließend.

Seit 60 Jahren ist Ingrid Fuchs im Dienst des St. Josefskrankenhauses und nach der Fusion auch des Ortenau Klinikums – zunächst als Pflegedienstleiterin und seit 2013 als Patientenfürsprecherin. Eine Kraftquelle der 82-Jährigen ist ihr tiefer Glaube. | Foto: Michael Bode
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