Für sechs Ortenauer Gemeinden
Breitband-Landesförderbescheide übergeben

Mit den Fördermitteln in Höhe von knapp zehn Millionen Euro sowie bereits zuvor bewilligten Bundesmitteln werden Hausach, Ettenheim, Seelbach, Durbach, Hohberg und Oberkirch vollumfänglich mit Glasfaser erschlossen. | Foto: Innenministerium Baden-Württemberg
  • Mit den Fördermitteln in Höhe von knapp zehn Millionen Euro sowie bereits zuvor bewilligten Bundesmitteln werden Hausach, Ettenheim, Seelbach, Durbach, Hohberg und Oberkirch vollumfänglich mit Glasfaser erschlossen.
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Ortenau (st) Ein bedeutender Meilenstein für die digitale Infrastruktur im Ortenaukreis: Sechs Kommunen haben am Montag, 5. April, Landesförderbescheide in Höhe von insgesamt knapp zehn Millionen Euro für den flächendeckenden Glasfaserausbau erhalten. Die symbolische Übergabe der Fördermittel erfolgte durch Stefan Krebs, Landesbeauftragter für Informationstechnologie (CIO) des Landes Baden-Württemberg, im Stuttgarter Ministerium. Mit den Landesmitteln sowie den bereits zuvor bewilligten Bundeszuschüssen wird der Ausbau in Hausach, Ettenheim, Seelbach, Durbach, Hohberg und Oberkirch nun vollständig realisiert, wie die den Ausbau in der Region koordinierende Breitband Ortenau GmbH & Co. KG mitteilt.

„Der flächendeckende Glasfaserausbau ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für unsere ländlichen Regionen“, sagt Landrat Thorsten Erny. „Diese Förderung ist eine strategische Investition in die digitale Zukunft unseres Landkreises. Sie ermöglicht den flächendeckenden Glasfaserausbau in allen sechs Kommunen und legt damit den Grundstein für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.“

„Unsere GiGa | Ortenau-Strategie ist der Schlüssel dafür, dass wir den Glasfaserausbau im gesamten Ortenaukreis vollumfänglich und bedarfsgerecht umsetzen können“, ergänzt Diana Kohlmann, Dezernentin für den Breitbandausbau im Landratsamt Ortenaukreis. „Ich freue mich, dass dank der aktuellen Förderbescheide Tausende weitere Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden können.“

Größtes Infrastrukturvorhaben

„Wir freuen uns, dass wir dank der Fördermittel von Bund und Land nun bei knapp 2.000 unterversorgten Gebäuden in der Ortenau die technischen Voraussetzungen für den Anschluss an das Turbo-Internet schaffen können“, sagt Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. Der größte Anteil entfällt auf die Gemeinde Hohberg mit 1.056 Adressen, gefolgt von Oberkirch mit 276, Ettenheim mit 224, Seelbach mit 144 und Durbach mit 104 Gebäuden.

Der Glasfaserausbau in der Ortenau ist das größte Infrastrukturvorhaben in der Geschichte des Landkreises. Bis zum Jahr 2030 wird insgesamt über eine Milliarde Euro in die flächendeckende Anbindung von rund 118.000 Gebäuden investiert. Ziel ist es, im Rahmen des hybriden Ausbaumodells durch die enge Verzahnung von staatlich gefördertem und privatwirtschaftlich realisiertem Ausbau möglichst viele Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit schnellem Internet zu versorgen.

In den schwer erreichbaren Außenlagen der Kommunen greift dabei das Bundesförderprogramm für den Gigabitausbau: Hierbei übernimmt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr bis zu 50 Prozent der Investitionskosten, während das Land Baden- Württemberg weitere 40 Prozent beisteuert. Die verbleibenden zehn Prozent werden von den Kommunen getragen.

„Mit der Förderung des Landes Baden-Württemberg können wir den dringend notwendigen Breitbandausbau in Ettenheim weiter voranbringen. Besonders in Wallburg und Ettenheimweiler, wo aktuell kein privater Anbieter einen eigenwirtschaftlichen Ausbau plant, schließen wir dank der Landesmittel nun eine wichtige Versorgungslücke“, betont Bruno Metz, Bürgermeister von Ettenheim.

„Mit der Förderzusage können wir nun auch den Ortsteil Hofweier mit leistungsfähigem Glasfaser-Internet erschließen. Während Niederschopfheim und Diersburg bereits durch die Telekom versorgt wurden, schließen wir mit Hofweier die letzte Versorgungslücke in unserer Gemeinde“, sagt Andreas Heck, Bürgermeister von Hohberg.

Andreas König, Bürgermeister von Durbach, ergänzt: „Die Versorgung der Bevölkerung mit einem Breitbandanschluss gehört zur Daseinsvorsorge. Dass es nun auch endlich in den Außenbereichen weitergeht, freut mich sehr.“

Wolfgang Hermann, Bürgermeister von Hausach, erklärt: „Damit kann endlich der dringend notwendige Ausbau der digitalen Infrastruktur realisiert werden, was für die Wettbewerbsfähigkeit und die Lebensqualität insbesondere im ländlichen Raum und ganz besonders als Schul- und Industriestandort von immenser Wichtigkeit ist.“

Neben dem geförderten Ausbau investieren Telekommunikationsunternehmen wie die Telekom, Vodafone, Unsere Grüne Glasfaser und Deutsche Glasfaser mehr als 500 Millionen Euro in den eigenwirtschaftlichen Ausbau von knapp 100.000 Gebäuden in den Innenbereichen der Gemeinden. Dieser hat in 34 Kommunen bereits begonnen. Ziel ist, im Rahmen der GiGa | Ortenau-Strategie bis zum Jahr 2027 insgesamt etwa 70 Prozent der Gebäude in der Ortenau ans Glasfasernetz anzuschließen.

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