Eine Fahrt in den schönen Naturpark der Nord Vogesen
Die Burgen von Windstein und die Zitadelle von Bitche

Blick auf den Felsen der Burg Alt-Windstein.
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  • Blick auf den Felsen der Burg Alt-Windstein.
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Ferien und Urlaubszeit, dann noch schönes Wetter. Das bietet sich geradezu an die Landschaften und Orte zu erkunden, die man eventuell noch nicht kennt.

Wie wäre es mit einer Auto- oder Motorradtour in den schönen "Naturpark der Nord Vogesen" ? Eine Landschaft mit dichten Wäldern, Weiher, Sandsteinfelsen auf denen Burgen und Festungen thronen. Burgen, wie Alt- und Neu Windstein und Festungen, wie die "Citadelle de Bitche". Die Nordvogesen ist auch die Region wo die Tradition des Glas- und Kristallhandwerks zum Beispiel in der Glashütte von Meisenthal fortgeführt wird. 

Die Windsteiner Burgen (Fahrzeit ab Grenzübergang Rheinau 1 Std. / 54  km).

Sie befinden sich bei dem kleinen, idyllisch gelegenen Dörfchen Windstein. Den Ort erreicht man von Haguenau kommend über Woerth, Jaegerthal (Abzweigung beim Restaurant du Windstein). Man fährt die Rue de Château durch bis zur Rue de Genêts, dort befindet sich ein kleiner Parkplatz. Von dort aus sind die Burgen nicht weit entfernt.

Die Ruine Alt-Windstein ist eine ehemalige sogenannte Doppelburganlage und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie bestand aus mehreren Gebäuden, die auf dem Felskamm verstreut waren. Über Tunnel, Treppen und Leitern waren damals die einzelnen Gebäude miteinander verbunden, sie sind zum Teil heute noch zu sehen. Bei der Besichtigung der Anlage ist gutes Schuhwerk und Trittfestigkeit notwendig. Es gibt Stellen (Abgründe) die mit Vorsicht zu genießen.

Die gut erhaltene Ruine Neu-Windstein, erbaut im 13./14. Jahrhundert, zählt zu den besten erhaltenen Ruinen in den Nordvogesen. Sie ist von der Gaststätte „Auberge de la Faveur“ in wenigen Minuten über einen bequemen, leicht ansteigenden Waldweg zu erreichen. Die Burg ist gut zugänglich und über neue Metall-Treppen kann man bis zum obersten Stockwerk des Palas emporsteigen. Von dort aus bietet sich ein wunderbarer Blick in die Landschaft.
Ein junger Verein, die sich die „Wächter von Neu-Windstein“ nennen, hat es sich zur Aufgabe gemacht die Burganlage zu pflegen.

Nicht weit von Windstein entfernt liegt das kleine lothringische Städtchen Bitche mit seiner mächtigen Zitadelle die über der Stadt thront. Eine Festung mit einer wechselhaften Geschichte,
deren Besichtigung sich wirklich lohnt.

La Citadelle de Bitche (Fahrzeit ab Windstein über Sturzelbronn 0:29 Std. / 26 km)

"Die Zitadelle" wurde auf einem fast 400 Meter langen und 80 Meter hohem Felsplateau über der Stadt errichtet, auf der die einstigen Burgen der Herzöge von Lothringen standen. Auf deren Ruinen errichteten die Festungsbaumeister Vauban und Cormontaigne sowie deren Ingenieure
die Zitadelle, die als uneinnehmbare Festung seinerzeit galt. 
Die Wehranlagen von Bitche, mussten im Laufe der Zeit einige Angriffe, Belagerungen, Zerstörungen und Schleifungen durchleben.

Die längste Belagerung

Die Zitadelle hat teilweise etwa 40 m hohe senkrechte Wände. Die in den Fels getriebene unterirdische Räume, boten bombensicheren Schutz für die Besatzung der Festung.
Dies zeigte sich insbesonders während der Belagerungim deutsch-französischen Krieg 1870–1871. Die Festung wurde 230 Tage lang belagert. Sie widerstand unter dem Kommando von Louis-Casimir Teyssier den Angriffen einer bayerischen Armee die 7000 Mann stark war sowie den drei schweren Bombardierungen.

Die Geschichte der Belagerung bekommt man als Besucher anschaulich mit. Beim Rundgang durch die unterirdischen Kasematten, zeigen Szenen aus dem Film „Die belagerte Festung“  das Leben und die Beschießung der Zitadelle. Im Shop kann man den Film der sehr sehenswert ist erwerben, sowie kaufen kann weitere Literatur zur Festung kaufen.

Beim Gang über das obere Plateau, sollte man sich in der Kapelle das imposante Modell der Feste ansehen. Sehenswert ist auch der Besuch des kleinen Museums „Männer im Krieg von 1870-1871. Weiterhin kann man noch 13 architektonische Stationen ansehen.

Für die Besichtigung sollte man mindestens 1,5 Stunden einplanen. Wer will kann die unterirdischen Räume auch zügig durchlaufen (die Wege sind gut ausgeschildert). Da es in den Kasematten etwas kühl ist, wird etwas wärmere Kleidung empfohlen.

Die Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte aus www.citadelle-bitche.com

Da das Angebot der Cafeteria auf der Feste ist bescheiden. Es empfiehlt sich der Besuch der „Patisserie Antoine“ in der 3 Rue de Sarreguemines (man spricht deutsch) im Städtchen an wo man leckeren Kuchen und guten Kaffee serviert bekommt.
Als schöner Rückweg in die Ortenau, bietet sich  unter anderem die Route über Obersteinbach/Niedersteinbach, Lembach, Woerth, Haguenau, Rheinau an. (Fahrzeit bis  Grenzübergang Rheinau 1 Std. 27 / 84 km).

Ich hoffe die Tipps gefallen! Jeder sollte seine zeitlich passende Tour zusammenstellen und dann
macht so ein Tag richtig Spaß.

Autor:

Alfred Schramm aus Gengenbach

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