Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel
Vier Mal im Jahr gehen die Proben ins Labor

Der Genuss von Leitungswasser ist in der Ortenau völlig unbedenklich und lediglich eine Geschmacksache.
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Ortenau. Es ist das wichtigste und das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland:
Trinkwasser. Nach der Trinkwasserverordnung muss es so beschaffen sein,
dass es bei lebenslangem Genuss die menschliche Gesundheit nicht
beeinträchtigt. Es muss sauber sein und frei von Krankheitserregern
sowie Schadstoffen.

Um die Qualität des Trinkwassers zu sichern, wird es mindestens vier Mal im Jahr untersucht. „Im Ortenaukreis werden zirka zwei bis fünf Warnungen pro Jahr in Absprache mit der unteren
Gesundheitsbehörde durch die Wasserversorger herausgegeben“, berichtet
Katinka Mangei, Leiterin des Sachgebiets Wasserversorgung,
Trinkwasserüberwachung und Grundwasserschutz im Landratsamt. Ursachen
hierfür sind häufig mikrobiologische Verunreinigungen aufgrund von
starken Niederschlägen oder Baumaßnahmen. „Wird eine Verunreinigung
festgestellt, muss das Wasser von dem restlichen Versorgungsnetz
abgetrennt werden. Neben der Ursachenforschung finden dann im Regelfall
eine Reinigung der Trinkwasseranlagen sowie eine Desinfektion des
Wassers – beispielsweise durch Chlor – statt“, so Mangei.

Trinkwasser ist übrigens nicht gleich Trinkwasser. „Es lässt sich insbesondere
daran unterscheiden, aus welchem geogenen Untergrund es stammt, also aus
was für einem Boden es kommt“, erklärt Katinka Mangei. So ist das
Wasser in der Rheinebene aufgrund des hohen natürlichen Kalkgehaltes des
Bodens hart. Dagegen sind Schwarzwaldwässer in der Regel kalkarm und
kohlensäurehaltig. Es ist somit eher weich und korrosiv. Daher sind auch
die Aufbereitungsverfahren von Ort zu Ort unterschiedlich. Neueste
Technik kommt nun im neuen Hochbehälter in Hohberg-Diersburg zum
Einsatz. Jüngst wurde in Lahr-Reichenbach eine Ultrafiltrationsanlage
errichtet, mit der auch kleinste Partikel aus dem Wasser entfernt werden
können. In Rheinau-Holzhausen wurde eine Enthärtungsanlage gebaut,
damit das dortige Wasser weicher wird. Auch in Mahlberg ist ein neuer
Hochbehälter geplant. „Ein sehr großes Projekt in den nächsten Jahren
ist sicherlich der geplante Anschluss der Offenburger Wasserversorgung
an die Talsperre der kleinen Kinzig, mit dem die
Wasserversorgungssicherheit für die Offenburger Bürger erhöht werden
soll“, ergänzt Sachgebietsleiterin Mangei.

Autor: Daniela Santo

Autor:

dtp02 dtp02 aus Offenburg

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