Richtfest für neues Bundespolizei-Gebäude
Einzug soll 2024 sein

Florian Eifridt, Wacker-Projektleiter (v. l.), Armin Hansmann, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Offenburg, Ulrich Moosmann, Geschäftsführer Rohbau und Schlüsselfertigbau, Svet Ivanoff, Partner-Architekt Grossmann Group, Frank Schwarz, Projektleiter seitens Bundespolizei, Pascale Besslich, Architektin Grossmann Group, Sami Hadi, Partner-Architekt Grossmann Group, Jürgen Grossmann und Tobias Lehmann, Leiter der Bundespolizeiinspektion Offenburg beim Richtfest | Foto: Grossmann Group/Jigal Fichtner
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  • Florian Eifridt, Wacker-Projektleiter (v. l.), Armin Hansmann, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Offenburg, Ulrich Moosmann, Geschäftsführer Rohbau und Schlüsselfertigbau, Svet Ivanoff, Partner-Architekt Grossmann Group, Frank Schwarz, Projektleiter seitens Bundespolizei, Pascale Besslich, Architektin Grossmann Group, Sami Hadi, Partner-Architekt Grossmann Group, Jürgen Grossmann und Tobias Lehmann, Leiter der Bundespolizeiinspektion Offenburg beim Richtfest
  • Foto: Grossmann Group/Jigal Fichtner
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Offenburg (st) Geplant ist, dass die Bundespolizei im Jahr 2024 ihre neuen Räumlichkeiten in Offenburgs neuem Nordquartier an der Okenstraße beziehen kann. Mit dem Richtfest wurde jetzt ein Meilenstein auf dem Weg dorthin gefeiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Rohbau stehe, nun gehe es mit dem Innenausbau weiter. Investor Jürgen Grossmann dankte allen Beteiligten für ihre „fantastische Arbeit“. Das traditionsreiche Offenburger Bauunternehmen Wacker etwa habe den Rohbau nicht nur gemäß Zeitplan fertiggestellt, sondern sogar schneller als gedacht. Grossmann: „Man hört das nicht mehr so häufig, aber mit gewissem Stolz kann ich sagen: Wir liegen voll im Zeitplan, genau genommen sogar noch etwas vor der Zeit.“

Der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Offenburg, Armin Hansmann, sagte: „Ich danke den Verantwortlichen der Grossmann Group für die gute und stets flexible Zusammenarbeit und freue mich, dass wir nach jetzigem Stand in gut einem Jahr einziehen können. Der neue Standort bietet uns in strategisch günstiger Lage gute Arbeitsbedingungen, welcher dem Anspruch an die Leistungsfähigkeit der Bundespolizeiinspektion Offenburg gerecht wird!“

18-Millionen-Euro-Investition

Für das Projekt investiere die Grossmann Group insgesamt 18 Millionen Euro. Es beinhalte 3.600 Quadratmeter Nutzfläche und 17.200 Kubikmeter bebauten Raum auf fünf Stockwerken. „Das Grundstück liegt in der direkten Nachbarschaft zum Bahnhof“, sagt Grossmann-Partner Svet Ivanoff. „Dadurch bieten wir der Bundespolizei eine ideale Erreichbarkeit.“

Mit dem fertiggestellten Rohbau werde nun auch Grossmanns architektonische Vision für den Bahnhof greifbarer denn je: „Unser Fokus lag auf einem in mehrfacher Hinsicht guten Gebäude: funktional und nachhaltig, aber eben auch so gut gestaltet, dass man hier gern zur Arbeit geht. Dadurch, dass das L-förmige Gebäude zur Okenstraße hin geöffnet ist, vermittelt es zudem Offenheit und Transparenz.“ Im Inneren zeichne sich das Gebäude durch die Beschränkung auf sehr wenige tragende Innenwände aus. Das gebe der Bundespolizei als Mieter die Freiheit, je nach Bedarf auch später noch Grundrissanpassungen vorzunehmen. Das neue Bundespolizeigrundstück sei mehr als 4.000 Quadratmeter groß und Teil des mehrere Hektar großen großen Güterbahnhofareals an der Okenstraße (B3), das die Grossmann Group vor einigen Jahren erworben habe. Markus Jörg von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sagte beim Richtfest rückblickend über den Zeitraum seither: „Die Zusammenarbeit mit dem Bauherrn war bislang in allen Phasen des Projekts stets kooperativ und professionell.“

Rund um die Uhr besetzt

Die Bundespolizeiinspektion wird laut Pressemitteilung rund um die Uhr besetzt sein. Von Offenburg aus würden die Einsätze im Ortenaukreis und in den Landkreisen Rastatt, Freudenstatt, Rottweil sowie dem Stadtkreis Baden-Baden koordiniert. Die Bundespolizeiinspektion sei daher nach neuesten Erkenntnissen der polizeilichen Arbeit geplant. Neben einer 24/7-Bundes-polizeiwache seien im neuen Gebäude Räumlichkeiten für die Verwaltung, die Einsatz- und Fortbildungskoordination, die Polizeitechnik sowie für den kriminalpolizeilichen Ermittlungsdienst vorgesehen. Auf dem Polizeigelände würden mehr als 50 Stellplätze angelegt, teils mit elektrischen Schnellladestationen für Polizeifahrzeuge. Zu ihrer Versorgung werde es eine eigene Trafostation zum Anschluss an das Mittelspannungsnetz geben. Das Gebäude werde mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung und einer Heizung über Holzpellets ausgestattet. Ebenerdig werde es einen großen Fahrradraum mit Lademöglichkeit für E-Bikes im Gebäude geben. Der Neubau werde dem Stellenzuwachs gerecht, den die Bundespolizei an ihrem neuen Inspektionssitz sowie den Revieren in Kehl und am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden erfährt.

Offenburgs Baubürgermeister Oliver Martini sagte bei einem früheren Termin, die Bundespolizeiinspektion sei ein wichtiger Baustein zur Entwicklung im Nordwesten der Stadt und auch im Hinblick auf den neuen Klinik-Campus in unmittelbarer Nähe. Offenburgs nördlicher Stadteingang habe sich damit schon jetzt zum Positiven verändert. In Zusammenarbeit mit der Stadt Offenburg habe die Grossmann Group in Offenburg Norden für eine rund 26.000 Quadratmeter große Brachfläche direkt an der B3 einen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben. In einigen der renommiertesten Architekturbüros Europas werde nun an Ideen gearbeitet, um der Stadt auch nach Norden hin ein attraktives Entrée zu geben, darunter international anerkannte Stars der Szene wie Hadi Teherani aus Hamburg sowie UN Studio aus Amsterdam und Frankfurt.

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