• 15. Mai 2018, 21:41 Uhr
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Kreistags-Fraktionen erklären sich zur Ortenau-Klinik-Debatte
Vier Standorte als das Mehrheitsmodell

Landrat Frank Scherer (hinten links) und Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums (daneben), stellten sich gestern den Positionen der Fraktionen.
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Landrat Frank Scherer (hinten links) und Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums (daneben), stellten sich gestern den Positionen der Fraktionen. (Foto: rek)

Ortenau (rek). Mit der gestrigen Sitzung des Krankenhausausschusses des Kreistags hat die politische Aufarbeitung der "Agenda 2030" für das Ortenau Klinikum und der Diskussion um die Zahl der künftigen Klinikstandorte begonnen. Bleibt es bei dem favorisierten Modell mit den vier Standorten Offenburg, Lahr, Achern und Wolfach oder hat auch künftig Achern neben Kehl, Oberkirch und Ettenheim keine stationäre Einrichtung mehr – oder beharren die Kreisräte auf einer größeren Anzahl von Kliniken im Ortenaukreis? Nach der Sitzung des Ausschusses stellten sich Landrat Frank Scherer, Klinik-Geschäftsführer Christian Keller sowie die Fraktionsspitzen von CDU, Klaus Muttach, Freie Wähler, Eberhard Roth, SPD, Günter Gorecky, und Grünen, Alfred Baum, den Fragen der Presse.

Trotz der Betroffenheiten von drei Stadtoberhäuptern in der CDU-Fraktion bezeichnete Muttach den Umgang in der Fraktion auf das Thema bezogen als gut, auch wenn für die Kollegen Toni Vetrano (Kehl), Matthias Braun (Oberkirch) und Bruno Metz (Ettenheim) die Anspannung über die Ungewissheit der Kliniken nachvollziehbar sei. Innerhalb der Fraktion seien die vier Standorte mit Offenburg, Lahr, Achern und Wolfach unstrittig. Auf eine faire Chance für die drei eventuell zu schließenden Standorte hoffen Roth und seine Fraktion. Als ersten Schritt und mit einer Mehrheit für das Vier-Standorte-Modell sieht Goreckys Fraktion die Entscheidung des Kreistags am 24. Juli. Neben einer schweren Entscheidung wohl für vier Klinikstandorte fordert Baum klare politische Ziele, die für die betroffenen Kommunen zu formulieren seien.

Wie geht es weiter? Der Kreistag wird am 24. Juli sich für eine zukünftige Zahl von Klinikstandorten entscheiden. Dabei betont Scherer ebenfalls, dass es für die drei Kommunen eine faire Chance auf stationäre Einrichtungen geben könne. Diese Entscheidung würde aber erst 2025 getroffen werden. Vorher beginnt eine Reihe von Info-Tagen in der gesamten Ortenau. Der Auftakt ist am Freitag, 15. Juni, 14 Uhr, mit Sozialminister Manfred Lucha, Landrat Frank Scherer und Klinik-Chef Christian Keller in der Mörburghalle in Schutterwald.

Landrat Frank Scherer (hinten links) und Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums (daneben), stellten sich gestern den Positionen der Fraktionen.
Nach Achern und Oberkirch und deren Freundeskreise und Fördervereinen hat nun auch die Ettenheimer Klinik-Initiative Unterschriften zum Erhalt des Standorts an Landrat Frank Scherer überreicht. Kehl als möglicher dritter Standort ohne stationäre Einheit sammelt weiterhin Unterstützer.

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