Kommunale Winterdienste
Immer in Bereitschaft, auch ohne Schneefall

Schnee auf den Straßen gab es bislang kaum.
  • Schnee auf den Straßen gab es bislang kaum.
  • Foto: S. Hermann & F. Richter
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (tf). Schnee war bislang Mangelware, dennoch stehen die Winterdienste parat. In Offenburg besteht die Flotte der Technischen Betriebe (TBO) aus vier LKW, zwei Unimogs und vier Schmalspurfahrzeugen. "Wir haben vier Gruppen mit je zehn Mitarbeitern für die maschinelle Räumung und drei Gruppen mit je 14 Mitarbeitern für die Handräumung", führt Geschäftsbereichsleiter Raphael Lehmann aus. Seit drei Jahren ist in einem Organisationshandbuch der komplette Ablauf des Winterdienstes geregelt.

In Gengenbach warten 21 Mitarbeiter des Winterdienstes auf ihren Einsatz und in Durbach stehen zwei Teams bereit. Auch in Neuried ist man vorbereitet, wie Bauamtsleiter Klaus Person erläutert: "In der Zeit von November bis März sind je zwei Mitarbeiter eine Woche lang 24 Stunden im Bereitschaftsdienst."

Schnellstmögliche Räumung

Um die schnellstmögliche Räumung zu garantieren, besteht ein ständiger Kontakt mit den Wetterdiensten. Fällt das Thermometer auf unter drei Grad Celsius wird Alarm ausgelöst und in 30 Minuten ist das jeweilige Bereitschaftsteam einsatzfähig. "Eine etwa 90 Kilometer lange Strecke wird von unseren zwei Kontrollfahrzeugen abgefahren. Zudem werden Brücken und Schulwege kontrolliert", so Lehmann. Bis 7 Uhr morgens sollen im Bedarfsfall die Hauptverkehrsstraßen geräumt sein. Es folgen wichtige Verbindungsstraßen etwa in Gewerbegebieten und Radwege, am Ende stehen die Straßen in den Wohngebieten.

Auch in Neuried wird nach zwei Prioritätsstufen geräumt: zuerst die Haltestellen und Strecken des ÖPNV, Kindergärten, Schulen, Feuerwehrhäuser, Polizei und die wichtigen Gemeindestraßen in den Ortsteilen, dann folgen alle öffentlichen Gehwegbereiche und Radwege sowie alle weiteren Gemeindestraßen. In Durbach wird im Bedarfsfall ab 5 Uhr auf Steilstrecken, Busstrecken und im Gebirg gestreut.

Durch die moderne Ausstattung können in Offenburg ein flächendeckender Einsatz von Streugut und ebenso eine schnelle Räumung erfolgen. "Alle unsere Fahrzeuge sind mit einem Sensor ausgestattet, der mit einem im Führerhaus installierten Tablet verbunden ist“, erläutert Lehmann. "Mittels eines Ampelsystems kann der Mitarbeiter sofort die neuralgischen Punkte erkennen und die geeigneten Maßnahmen treffen." So wird am Vortag bei Glatteiswarnung eine umweltschonendere Salzsole ausgebracht. Insgesamt 300 Tonnen Streugut lagern in Offenburg. Gengenbach hat 70 Tonnen auf Lager und 100 Tonnen in Reserve. Die Bevorratung mit Auftausalz in Neuried beträgt 80 Tonnen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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