Fest
Ortenaukreis sagt Einsatzkräften und Helfern: "Dankeschön!"

Der Dank von Landrat Thorsten Erny galt den Einsatzkräften persönlich, gleichzeitig auch deren Familien und Arbeitgebern, die diese all die Stunden entbehrt haben. | Foto: ag
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  • Der Dank von Landrat Thorsten Erny galt den Einsatzkräften persönlich, gleichzeitig auch deren Familien und Arbeitgebern, die diese all die Stunden entbehrt haben.
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Zell-Unterharmersbach (ag) Einsatzkräfte aus 32 Feuerwehren, dazu Malteser, DRK, THW, Bergwacht, DLRG, @fire, Polizei sowie Landwirte und Unternehmen waren am Donnerstagabend in die Schwarzwaldhalle gekommen. Eingeladen hatte die rund 400 Gäste Landrat Thorsten Erny. Grund waren die Einsätze im Hitzesommer. "Ich spreche Ihnen meinen tief empfundenen Dank und großen Respekt aus, auch im Namen der Menschen in der Ortenau. Sie haben in den vergangenen Wochen und Monaten Enormes geleistet", so der Landrat. "Es war mir ein Anliegen, das zu honorieren. Deshalb habe ich mich entschieden, dieses Fest des Ortenaukreises auszurichten – kreisweit an einem gemeinsamen Ort, und für alle, die in diesem Sommer geholfen haben oder regelmäßig dafür bereitstehen."
Steinach, Zell am Harmersbach, Nordrach, Gengenbach, Hausach, Kappelrodeck, Lahr, Neuried – über 20 Hektar Wald seien allein in den ersten Augusttagen verbrannt. Mehr als 600, an manchen Tagen bis zu 800, Einsatzkräfte seien gleichzeitig im Einsatz gewesen – Feuerwehr, DRK, Malteser, THW, Bergwacht, Polizei, dazu Landwirte mit ihren Wasser- und Güllefässern, Unternehmen mit Fahrzeugen und Logistik. Wehren aus dem ganzen Kinzigtal, aber auch aus den Nachbarlandkreisen hätten zusammengearbeitet. Tagelang sei nach Glutnestern gesucht worden, an Steilhängen, unter Steinschlaggefahr. Thorsten Erny zitierte Kreisbrandmeister Bernhard Frei, der sagte: "Die Vielzahl und die Schwierigkeit der Einsätze waren eine enorme Herausforderung."

Unterstützt und koordiniert

"Als Landkreis haben wir unterstützt und koordiniert, wo es kreisweite Abstimmung brauchte. Der eigentliche Erfolg, dass niemand ernsthaft zu Schaden kam, ist die Leistung der Menschen, die vor Ort standen. Das will ich heute würdigen – genauso wie die Arbeit im Hintergrund: die Integrierte Leitstelle, die Führungsunterstützung, alle, die dafür gesorgt haben, dass Nachforderung und Versorgung überhaupt funktionieren konnten. Diese Arbeit sieht man nicht immer, aber auch sie hat Respekt verdient."
Weiter betonte Erny: "Ich weiß, dass Dank allein die Wälder nicht wieder aufforstet und die Ausrüstung nicht ersetzt. Deshalb bleibt es nicht bei Worten. Wir werten diesen Sommer im Landratsamt gerade systematisch aus: bessere Löschwasserversorgung auch in abgelegenen Lagen, mehr Unterstützung aus der Luft, leichtere Schutzkleidung, verlässlicher Versicherungsschutz auch für spontane Helferinnen und Helfer aus der Landwirtschaft oder auch Branddetektoren gesteuert durch die KI. Die nächste Lage muss kein Waldbrand, sie kann auch ein Unwetter oder Hochwasser sein."
Der Zeller Bürgermeister und Hausherr Günter Pfundstein nutzte ebenfalls die Gelegenheit für ein herzliches "Vergelt's Gott". Beeindruckend sei auch die Solidarität der Einwohner gewesen. "Dies zeigt, wie die Feuerwehr gewertschätzt wird", betonte Pfundstein. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Stadtkapelle Zell.

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