An(ge)dacht

Beiträge zum Thema An(ge)dacht

Panorama
Tobias Strigel | Foto: Privat

An(ge)dacht
Ein Signal wäre sicher hilfreich

Dass ich an diesem Morgen meine Unschuld verlieren würde, hätte ich wirklich nicht gedacht. Aber erstens kommt es ja bekanntlich anders und zweitens als man denkt. In den vergangenen 19 Jahren ist mir so etwas noch nie passiert. An jenem nebligen Montagmorgen hat sie mich, hinter einer Hecke lauernd, jedoch voll erwischt: die Radarkontrolle! Auf ein polizeiliches „Foto-shooting“ war ich ehrlich gesagt nicht gerade vorbereitet. Schließlich gibt es fotogenere Augenblicke als montags, kurz nach...

  • Ortenau
  • 08.02.19
Panorama
Michael Merz, Gemeindereferent Friesenheim  | Foto: privat

Ihr Begleiter durch die Woche
An(ge)dacht von Gemeindereferent Michael Merz

Mein zehnjähriger Sohn Samuel fragt mich: „Papa, was ist das Schlimmste für einen Menschen?“ Kalt erwischt kann ich nichts antworten. Samuel sagt: „Oma meint: Krieg!“ Daraufhin ich: „Da hat sie wohl recht.“ Was denken Sie? Frieden beginnt im Herzen Urängste kriechen hoch und schnüren mir die Kehle zu, wenn ich mir vorstelle, dass Samuel im Krieg kämpfen müsste und getötet würde. Hoffentlich erlebe ich das nicht mehr, denke ich ohnmächtig. Viele von Ihnen wissen noch aus eigener Erfahrung, was...

  • Friesenheim
  • 26.01.19
Panorama
Pfarrer Christian Meyer | Foto: Privat

Ihr Begleiter durch die Woche
An(ge)dacht von Pfarrer Christian Meyer

Seit einigen Jahren fordern Politiker: „Rettet das christliche Europa!“ Als Pfarrer frage ich mich: Was zeichnet das christliche Europa aus? Christliches Europa Ich glaube, das christliche Europa prägen besonders vier Feste mit ihren Traditionen: Weihnachten erinnern sich Christen daran, wie Gott in Jesus Mensch wird – arm, schwach, verletzlich, ein Baby jüdischer Eltern. Später wird Jesus ein Rabbi, der Hass und Gewalt ablehnt. Ein friedlicher Prediger, der sagt: „Fürchtet Euch nicht!“ Ein...

  • Haslach
  • 17.01.19
Panorama
Simon Sucher | Foto: privat

Ihr Begleiter durch die Woche
An(ge)dacht von Simon Sucher

Privat In den vergangenen Tagen um den Dreikönigstag waren wieder über 300.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger in Deutschland auf den Straßen unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen. Verkleidet als drei Könige sammelten sie hierbei Geld für Kinder in Not. Seit Beginn der Aktion 1959 haben die Sternsinger insgesamt schon eine Milliarde Euro zusammengebracht. So eben auch in diesem Jahr unter dem Motto „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ schwerpunktmäßig für arme und...

  • Ortenau
  • 11.01.19
Panorama
Dekan Rainer Becker | Foto: Privat

Ihr Begleiter durch die Woche
Drei Könige – oder mutige Weihnachten

Denken Sie eigentlich noch an Weihnachten? Ich meine, das ist nun ja schon fast zwei Wochen her. Der Tannenbaum sieht nicht mehr ganz so frisch aus und unliebsame Geschenke sind bereits umgetauscht. Dabei wird es jetzt erst so richtig ernst! Ja, an diesem Sonntag wird Weihnachten zum politischen Ernstfall. Denn jetzt geht es nicht mehr um ein schönes Familienfest mit Kerzenschein, sondern um Macht und Mord – und Mut! Sie verstehen das nicht? Standen und staunten Damals hat das auch keiner so...

  • Lahr
  • 05.01.19
Panorama
Dekan Günter Ihle | Foto: Privat

An(ge)dacht von Dekan Günter Ihle
Suche den Frieden und jage ihm nach!

„Dem Frieden nachjagen“ ist für mich eine seltsame Formulierung. Das klingt irgendwie hektisch, so, als ob ich den gesuchten Frieden nie erreiche. Die Jahreslosung für das Jahr 2019 löst unterschiedliche Gedanken und Fragen bei mir aus. Schauen wir mal auf den vollständigen Vers, dem sie entstammt: "Laß ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach." Zu Bösem fähig sein Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kommen hier für mich zusammen. Im ausgehenden Jahr 2018 haben wir des Endes...

  • Ortenau
  • 28.12.18
Panorama
Bernhard Pfaff  | Foto: Privat

An(ge)dacht
Weihnachten ist keine Weltraumfahrt Gottes

So stellen sich leider viele Leute Weihnachten vor und sie werden auch durch Lieder, Gebete und manche Predigten darin noch bestärkt: Die Menschheit war verloren und ganz in Sünden. Da sandte Gott seinen Sohn auf die Erde. Vor allem durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz hat er Gott wieder mit uns versöhnt. Auferstehung und Himmelfahrt waren dann das Happy-End. Jesus ist im Himmel und wir vorerst noch auf dieser Erde. Erst wenn wir uns bewähren, kommen wir auch zu Gott. Die Menschwerdung...

  • Ortenau
  • 19.12.18
Panorama
 Clemens Bühler  | Foto: privat

Ihr Begleiter durch die Woche
Die zentrale Frage heißt: "Wie leben?"

„Wie leben?", fragte im Brief mich jemand, den ich dasselbe habe fragen wollen. Alles ist möglich heute. Jeder hat die Freiheit, sein Leben selbst zu gestalten. Aber: Jeder ist auch dazu gezwungen, sein Leben selbst zu gestalten. Wir haben die Qual der Wahl. Die polnische Literaturpreisträgerin Wisława Szymborska bringt unsere moderne Verunsicherung in ihrem Gedicht auf den Punkt: „Wie leben?“ Woran können wir uns entscheiden zwischen den vielen Lebensstilen und bei den täglichen Möglichkeiten?...

  • Offenburg
  • 20.10.18
Panorama
Dekanatsreferent Markus Zimny | Foto: Privat

Angedacht, Ihr Begleiter durch die Woche
Vertrauen hat viel mit Loslassen zu tun

„Papa, das schaffst Du nicht!“ – ein Satz, den ich von meinem Sohn im Grundschulalter weder erwartet habe noch hören wollte. Schon gar nicht mit Höhenangst gesegnet, in einem Klettergarten, 15 Meter über dem Boden und angesichts eines Drahtseils, das mein Sohn gerade überwunden hatte und dessen Überquerung mir gerade bevorstand. Aber der Papa hat es natürlich trotzdem geschafft. Als ich wieder in der Lage war nach vorne zu schauen, bot sich mir ein Bild, dass ich als Vater nicht wieder...

  • Ortenau
  • 08.09.18
Panorama
Martin Schaal | Foto: Privat

An(ge)dacht - Ihr Begleiter durch die Woche
Ursachen für Kluft nicht verdrängen

Liebe Leserin, lieber Leser, von den Höhen zwischen Kinzig- und Schuttertal grüßt die Hohengeroldseck. Ihre zerfallenen Reste künden von einer stolzen Vergangenheit. Hier oben herrschten die Grafen, Ritter, Raubritter samt ihrem Gesinde. Raues Leben Es war ein raues Leben, verglichen mit heutigem Komfort. Es war ein feines Leben, verglichen mit der Bevölkerung unten im Tal. Aber was kümmerte es die "oben"? Dicke Mauern schotteten ab. Mochten die "unten" dahinvegetieren. Waren sie überhaupt...

  • Offenburg
  • 31.08.18
Lokales
Sarah Kuschel | Foto: Privat

Ihre Begleiterin durch die Woche
Einsatz für andere und Gott begegnen

„36 Grad und es wird noch heißer“, singen "2Raumwohnung". Flüsse trocknen aus, Wiesen werden braun und Pflanzen lassen ihre Köpfe hängen. Alles dürstet nach kühlem, frischem Wasser. Wie die Natur so braucht auch der Mensch Wasser und Nahrung, um leben und sich entfalten zu können. Jesus sagt: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! (Joh 7,37) Im September starten wieder über 1.500 Freiwillige einen Freiwilligendienst (FSJ/BFD) beim Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg. Sie...

  • Offenburg
  • 24.08.18
Panorama
Christian Kühlewein-Roloff | Foto: privat

Ihr Begleiter durch die Woche
Mut aufbringen und Sachen verwandeln

„Mutig ist, jemand zu küssen, von dem man denkt, er könnte das wollen, auch wenn er es noch nicht weiß.“ „Mutig ist, sich selbst zu lieben, obwohl man sich kennt.“ Diese zwei Sätze habe ich neulich in dem Buch „Soviel du brauchst“ von Susanne Niemeyer gelesen. Und ich habe mich gefragt: Will ich so mutig sein? Kann ich so mutig sein? Und was macht das mit mir und den anderen, wenn ich den Mut aufbringe? Ich möchte mit dem zweiten Mut-Satz anfangen. Mutig mich selbst lieben – obwohl ich mich...

  • Offenburg
  • 03.08.18
Panorama
Rüdiger Kopp | Foto: privat

An(ge)dacht: Ihr Begleiter durch die Woche
Die Geschichte von einem Sorgenbaum

Eine Geschichte erzählt von einem Sorgenbaum. Einst, als das Wetter schlecht und die Ernte missraten war, litt ein kleines Dorf besonders unter der Not. Die Stimmung war gedrückt und jedem Bewohner schien es, als leide er am meisten unter der Situation. Schließlich befragten die Dorfältesten einen Einsiedler in einer nahegelegenen Klause, wie sie aus der allgemeinen Niedergeschlagenheit herauskommen könnten. Der Weise antwortete: „Wenn denn jeder meint, das Schicksal habe ihm die schwerste Last...

  • Ortenau
  • 27.07.18
Panorama
Reinhard Losch | Foto: privat

Ihr Begleiter durch die Woche
Einen Blick für das, was in der Nähe ist

Bald ist Urlaubszeit. Da reist man wieder durch die ganze Welt. Es wird getaucht in Malaysia oder anderswo – geschwommen in der Karibik – gesurft vor Hawaii. Die sieben Weltwunder werden aufgesucht. Die Kulturhauptstädte werden besichtigt. Man bewundert die Gipfel der Berge und die ungeheuren Tiefen der Meere. Man bestaunt die Länge der Ströme, die Weiten der Ozeane, die Tiefen des Kosmos – und man lebt achtlos am Nachbarn vorbei. Menschen reisen durch die ganze Welt. Haben sie noch den Blick...

  • Ortenau
  • 20.07.18
Panorama
Thomas Braunstein

An(ge)dacht
Ihr Begleiter durch die Woche

Unvorstellbares wird in österlichen Berichten erzählt. Da ist der Stein weggerollt, das Grab leer. Da tritt Jesus leibhaftig durch verschlossene Türen. Da geht er leibhaftig mit auf dem Weg nach Emmaus. Unvorstellbar ist, dass das Licht einer einzigen Osterkerze den großen Raum einer stockdunklen Kirche erhellt. Leibhaftig haben dies Menschen in den Osternächten erfahren und erlebt. Welche leibhaftige Wirkung das hatte, war in den lichtreflektierenden Gesichtern zu sehen. Alle strahlten es...

  • Kehl
  • 06.04.18
Panorama

Ihr Begleiter durch die Woche
Dreifach – einfach und „hand-lich“ dazu

Wirklich große Theologen erweisen sich dadurch, dass sie Wichtiges ganz einfach sagen können. So zum Beispiel der katholische Theologe Karl Rahner, der persönlich davon überzeugt war, wenn es überhaupt einen Weg zu Gott gibt, dann nur mitten durch den eigenen Alltag hindurch. Und sein evangelischer Namensvetter Karl Barth gab als praktische Grundregel für ein Christsein aus: „Hände aus der Tasche nehmen. Hände hin und wieder in den Schoß legen. Hände von Zeit zu Zeit falten.“ Diese Vorschläge...

  • Ortenau
  • 09.03.18
Panorama
Ditmar Gasse | Foto: ag

Ihr Begleiter durch die Woche
Auf Fels bauen und nicht nur auf Sand

Wer dauernd „von Pontius zu Pilatus“ geschickt wird und irgendwann merkt, dass dies auch nicht „der wahre Jakob“ ist und dann „aus Herzenslust“ auf das ganze „Tohuwabohu“ schimpft, der hat schon viermal die Bibel zitiert, ohne sich dessen vielleicht bewusst zu sein. Bibelzitate im Alltag sind häufig, besonders Redewendungen und Ausdrücke der Lutherbibel. Aber wohl fast ebenso häufig ist die Unkenntnis über ihren biblischen Ursprung. Ich schreibe heute über die Redewendung „Auf Sand gebaut“, die...

  • Ortenau
  • 17.11.17
Panorama
Roland Kusterer

Ihr Begleiter durch die Woche: Roland Kusterer
Das Fundament des Glaubens

Der 20. August ist dieses Jahr im kirchlichen Kalender der zehnte Sonntag nach Trinitatis. Er wird in der Kirche schon seit Jahrhunderten als Israelsonntag begangen. Dieser Sonntag ist dazu geeignet, das Verhältnis von uns Christen zum Judentum in den Blick zu nehmen. Es ist so etwas wie eine „Gretchenfrage“: Wie halten es Christen mit dem Judentum? Das müssen Christen immer wieder für sich selbst klären. Immer wieder werden sie auch danach gefragt. Unser Verhältnis zu Israel ist zwiespältig....

  • Oberkirch
  • 19.08.17
Panorama
Markus Zimny

Ihr Begleiter durch die Woche
Aufmerksam für sich und andere sein

Endlich, die Ferien haben begonnen! Wenn Sie diese Zeilen vor sich haben, liebe Leserinnen und Leser, dann bin ich – so Gott will – mit meiner Familie schon auf dem Weg in den Urlaub. Zwei Wochen einfach mal wo anders sein, weg aus dem Alltagsstress. Urlaub heißt für mich vor allem, mit Familie und Freunden zusammen zu sein, Beziehung zu pflegen und miteinander zu feiern. Auch das Erleben der Natur ist für mich unglaublich erholsam. Aus dieser Perspektive betrachtet braucht es für mich zum...

  • Offenburg
  • 29.07.17
Panorama

Ihr Begleiter durch die Woche
Wir sind viele, aber sind wir eins?

Der Tag der Arbeit steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Wir sind viele – wir sind eins." Es stimmt, wir sind viele, aber sind wir eins? Wir brauchen erst gar nicht in die große Welt zu schauen. Auch nicht an die Flüchtlinge, die zu uns kommen, denken. Denken Sie mal kurz an Ihr direktes Umfeld. Ihren Wohnort und die Nachbargemeinden? Gibt es hier nicht schon von langem her unsichtbare Wände, die uns trennen? Oder die direkten Nachbarn neben Ihnen, wissen Sie, wie es denen geht? Oder bei der...

  • 01.05.17
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