7 Tage in 7 Minuten
Nachrichten aus der Ortenau auf einen Blick

Kehls OB Toni Vetrano gratuliert nach dem Wahlsieg seiner künftigen Straßburger Amtskollegin Jeanne Barseghian.
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  • Kehls OB Toni Vetrano gratuliert nach dem Wahlsieg seiner künftigen Straßburger Amtskollegin Jeanne Barseghian.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (rek). 7 Tage in 7 Minuten – das waren die wichtigsten Nachrichten im Ortenaukreis in der vergangenen Woche im Überblick:

Mittwoch, 24. Juni

Integration: Tabitha Eisenmann, Integrationsbeauftrage bei der Stadt Haslach, möchte ein erprobtes Projekt auch in Haslach umsetzen. Bei dem Buddy-Projekt handelt es sich um ein so genanntes Sprachtandem-Projekt, welches Menschen mit und ohne Migrationshintergrund miteinander in Kontakt bringen soll. Ziel ist es, Sprachkompetenzen zu fördern, Vorurteile abzubauen und die soziale Integration zu unterstützen.

Einkaufsquartier: Lieferverzögerungen aufgrund der Corona-Krise sind der Grund, dass das Rée Carré in Offenburg erst im März eröffnet wird. Ein Teil des Einkaufsquartiers, so der Investor OFB, kann unter Umständen planmäßig im Oktober eröffnet werden.

ÖPNV: Der öffentliche Personen-Nahverkehr in der Ortenau kehrt allmählich zur Normalität zurück: Ab sofort können Fahrgäste wieder direkt in allen Linienbussen sowie im Anruf-Linien-Taxi (ALT) und im Anrufsammeltaxi (AST) ihre Tickets kaufen. Zudem ist es wieder möglich, direkt vorne beim Fahrer einzusteigen.

Politik: Kehls Gemeinderat unterstützt mit großer Mehrheit die Entscheidung der Stadt, das Kehler Freibad für diese Saison nicht zu öffnen. Das Auenheimer Freibad öffnet am 29. Juni unter strengen Sicherheitsmaßnahmen. Um ähnliche Vorfälle mit französischen Jugendlichen wie im vergangenen Sommer zu vermeiden, hat der Gemeinderat ein Sicherheitspaket beschlossen. Dazu gehören eine höhere Umzäunung, eine mögliche Beschränkung der Besucherzahl, Verstärkung von Security-Maßnahmen, eine Anpassung der Richtlinien aus Straßburg für Freibäder sowie eine deutliche Erhöhung der Eintrittspreise. Dies alles soll Randalierer abschrecken.

Stadtmarketing: Nach rund zehn Jahren wird in Oberkirch der klassische Gutschein im Papierformat von einem neuen System im Scheckkartenformat abgelöst. Das Stadtmarketing Oberkirch führt damit ein in anderen Städten bereits etabliertes System ein.

Hochwasserschutz: Mit dem Beginn der Bauarbeiten zum Hochwasserschutz in Haslach-Bollenbach wurde ein Generationenprojekt auf den Weg gebracht, so formulierte es Ortsvorsteher Andreas Isenmann beim obligatorischen Spatenstich. Die Gesamtbaukosten für einen zwölf Meter hohen Schutzdamm liegen bei rund zwei Millionen Euro, das Land bezuschusst die Maßnahme mit 1,4 Millionen Euro.

Donnerstag, 25. Juni

Corona-Absagen: Das Land gibt die Bedingungen für die aktualisierte Corona-Verordnung bekannt. Danach sind Großveranstaltungen sowie Straßen- und Dorffeste bis Ende Oktober zum Teil nur unter ganz strengen Auflagen erlaubt. Städte reagieren: Lahr kündigt an, dass die Chrysanthema nicht stattfinden wird, sofern der Gemeinderat dem Vorhaben zustimmt. Mahlberg wird im Oktober sein Stadtfest nicht feiern und die Messe Offenburg-Ortenau lässt die Oberrhein-Messe in diesem Jahr ausfallen.

Bildung: Der Oberkircher Kindergarten „Maria Goretti“ wurde 2017 erstmals von der Industrie- und Handelskammer als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Jetzt haben Erzieherinnen und Kinder erneut diese Plakette erhalten. Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" unterstützt Kindergärten, die Fragen, Ideen und Anregungen der Kinder aufzugreifen, um sie auf ihrer Entdeckungsreise durch die Welt der alltäglichen Phänomene bestmöglich zu begleiten.

Fördermittel: Für die Erneuerung der Brücke und des Durchlasses am Gereutertalbach in Lahr-Reichenbach gibt es aus dem Kommunalen Sanierungsfonds Brücken 175.000 Euro Fördergeld vom Land, teilt die Stadt Lahr mit. Beide Maßnahmen, die Erneuerung der Brücke wie auch die Erneuerung des Durchlasses, befinden sich aktuell noch in der Ausschreibungsphase.

Baugebiet: Die Stadt Rheinau hat im Ortsteil Rheinbischofsheim im Baugebiet Quan 32 Bauplätze mit einer Gesamtfläche von rund 25.000 Quadratmetern erschlossen. Damit werde auch der Nachfrage nach familiengerechtem Wohnraum entsprochen und der Generationenmix kann weiter vervollständigt werden, teilt die Stadt bei der Abnahme mit.

Stromausfall: Aufgrund von Kabeldefekten kommt es am späten Nachmittag zur Unterbrechung der Stromversorgung in den Gemeinden Kappelrodeck, Ottenhöfen, Sasbachwalden, Sasbach und Seebach. Nach rund einer Stunde, teilt das E-Werk mit, seien durch Umschaltungen alle Kunden wieder am Netz und damit versorgt gewesen.

Freitag, 26. Juni

Förderung: Das Naturschutzgebiet Taubergießen, die Hochschule Offenburg sowie das Projekt eines Linienbusverkehrs zwischen Erstein und Lahr erhalten in der Region jeweils Zuschüsse im sechsstelligen Bereich aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung im "INTERREG"-Programm, teilt das Regierungspräsidium Freiburg mit.

Windenergie: Die vier Windräder auf dem Rauhkasten/Steinfirst haben der Windenergie Gengenbach GmbH im vergangenen Jahr rund 121.000 Euro Jahresüberschuss beschert. Der Windpark produzierte 2019 rund 28 Millionen Kilowattstunden Strom. Dies entspricht dem jährlichen Verbrauch von etwa 9.300 Haushalten. Als Durchschnittswert wurden 26,6 Millionen Kilowattstunden bei der Einweihung im Jahr 2017 genannt.

Schließung: Der schwedische Moderiese "H&M" kündigt an, Anfang kommenden Jahres seine Filiale in Kehl als eine von 40 Filialen weltweit zu schließen. Eröffnet worden war die Niederlassung im Mai 2011 im ehemaligen Kaufhaus Schneider. Von den Filialen in Offenburg und Lahr ist derzeit nicht die Rede.

Hochwasserschutz: Aufatmen im Oberkircher Rathaus: Zur Ertüchtigung des Hochwasserschutzes am Renchdamm muss die Baumallee nicht weichen. Das ist das Ergebnis erster Untersuchungen des Regierungspräsidiums Freiburg. Um den Hochwasserschutz zu gewährleisten und die Baumallee zu erhalten, wird ein dreistufiges Schutzkonzept entwickelt. Dazu gehört, die Straße Am Renchdamm auf Wasserspiegelniveau anzuheben.

Samstag, 27. Juni

Tourismus: Die gelockerten Corona-Regelungen des Landes machen es möglich: Führungen durch den Nationalpark Schwarzwald sowie der Betrieb der Infotheken in Seebach und von Veranstaltung werden nach und nach wiederaufgenommen. Das Nationalparkzentrum am Ruhestein bleibt allerdings bis auf weiteres geschlossen.

ÖPNV: Wegen Instandhaltungsarbeiten an der Renchtalbahn kommt es zwischen Appenweier und Bad Griesbach zu Einschränkungen im Zugverkehr. Züge können in den jeweiligen Abschnitten nur mit verminderter Geschwindigkeit fahren und sind somit verspätet unterwegs, sodass die Fahrgäste ihre gewohnten Anschlusszüge in den Bahnhöfen von Appenweier und Offenburg zumeist nicht erreichen.

Sonntag, 28. Juni

Kommunalwahl: In Straßburg heißt die neue Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian. Kehls OB Toni Vetrano gratuliert ihr noch am Abend bei einem Treffen. Die 39-Jährige ist die erste Grüne an der Spitze der größten elsässischen Stadt. Barseghian, die bereits Gemeinderätin war, hatte schon im ersten Wahlgang Anfang März vorne gelegen. Die Stichwahl hätte eigentlich am 22. März stattfinden sollen, wurde wegen der Pandemie allerdings abgesagt. "Ich freue mich, dass mit Jeanne Barseghian die Wahl auf ein langjähriges Ratsmitglied des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau gefallen ist", gratuliert auch Landrat Frank Scherer.

Montag, 29. Juni

Prozessauftakt: Vor dem Landgericht Ellwangen muss sich ein 27-Jähriger, der in Lahr aufgewachsen ist, wegen sechsfachen Mordes, unter anderem an seiner Mutter, die in Achern am Klinikum arbeitete, sowie mehrfachen Mordversuchs verantworten. Die Familie traf sich anlässlich eines Trauerfalls in Rot am See. Der Angeklagte hat die Taten am ersten Verhandlungstag gestanden.

Bildung: Die Kindertagesstätten dürfen unter Einhaltung strenger Corona-Regeln wieder den Regelbetrieb aufnehmen. Die meisten Kommunen bieten damit Eltern für die Kindergartenkindern geregelte Betreuungszeiten an.

Baustelle: Die Fahrbahnsanierung der B28 zwischen Kehl und Willstätt geht planmäßig voran. Seit Montag wird der Bereich zwischen der sogenannten Geiger-Kreuzung und der Anschlussstelle von B28 und L75 in Angriff genommen. Die Bauarbeiten für diesen Bauabschnitt dauern rund zwei Wochen. Im Anschluss beginnt die Sanierung der Fahrbahn auf der gegenüber liegenden Seite. Der Verkehr in Richtung Kehl wird in dieser Zeit über das Hafengebiet umgeleitet.

Bürgerbeteiligung: Die Stadt Offenburg startet ein neues Online-Beteiligungsportal auf "mitmachen.offenburg.de". Geplant ist, künftig alle Projekte, bei denen eine Bürgerbeteiligung möglich ist, dort einzustellen. Den Anfang macht die Beteiligung zum Projekt Grüngürtel an der Stadtmauer.

Wirtschaft: Der Aufsichtsrat der in Hornberg ansässigen Duravit AG hat Stephan Patrick Tahy (54) zum Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens bestellt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Frank Richter an. Tahy war zuvor CEO der De'Longhi GmbH Deutschland und bei Mattel Inc. als Vice President und General Manager tätig.

Politik: Acherns OB Klaus Muttach und Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums, informieren im Acherner Gemeinderat über den aktuellen Sachstand zur Agenda 2030 in Bezug auf den geplanten Neubau. Eine Debatte um eine Erhöhung der Zahl von verkaufsoffenen Sonntagen kommt nicht zustande, weil OB Klaus Muttach auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in dieser Frage verweist.

Kultur: Die Hausacher Stadtschreiber für das Jahr 2020/21 werden bekanntgegeben. Aus über 50 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die dreiköpfige Jury die drei Gewinner eines Arbeits- und Aufenthaltsstipendiums im Molerhiisle in Hausach gewählt. In der Sparte Prosa und Lyrik wird das Stipendium an Martin Piekar vergeben. Das Amanda-Neumayer-Stipendium in der Kategorie Kinder- und Jugendbuch erhält Tobias Steinfeld, das Gisela-Scherer-Stipendium Marius Hulpe.

Dienstag, 30. Juni

Spende: Ella Liu, Geschäftsführerin des China Start-up Centers Lahr, hat der Stadt 110.000 Schutzmasken übergeben. Die Spende kommt den Lahrer Schulen, dem Schlachthof für Jugend und Kultur, Veranstaltungen mit Jugendlichen sowie Lahrer Vereinen und Hilfseinrichtungen zugute. 10.000 dieser Schutzmasken sind für die Verwendung in der Stadtverwaltung vorgesehen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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